Dekanat 2/20 Leopoldstadt-Brigittenau

Katholische Kirche - Erzdiözese Wien - Vikariat Wien Stadt

Katholische Kirche - Erzdiözese Wien - Vikariat Wien Stadt

Ein Dekanat (früher teilweise auch Dekanei; von lat. decanatus zu decem, "zehn": ursprünglich ein Gebiet von etwa zehn Pfarreien) ist die nach dem Kirchenrecht mögliche Untergliederung eines Bistums. Zu einem Dekanat werden mehrere benachbarte Pfarrgemeinden zusammengeschlossen, mit dem vorrangigen Ziel, die Seelsorge durch gemeinsames Handeln zu fördern.
Dem Dekanat steht der
Dechant vor, der durch die Dekanatskonferenz der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Priester, Diakone, Pastoralassistentinnen und -asisstenten) und den Dekanatsrat unterstützt wird.
Die Hauptaufgaben eines Dekanates sind:
  • Kontakt mit der Bistumsebene
  • Umsetzung diözesaner Planungen
  • Spezialisierte pastorale Dienste (Ehevorbereitung, Jugendseelsorge, Erwachsenenbildung, kath. Schule)
  • Ökumenische Kontakte
  • Informations- und Öffentlichkeitsarbeit
Das Amt des Dechants bekleidet immer ein Priester des Dekanates, üblicherweise einer der Pfarrer der im Dekanat gelegenen Kirchengemeinden. Der Dechant wird vom Dekanatsrat gewählt und damit dem Bischof zur Ernennung vorgeschlagen, der den Dechant dann ernennt. Hauptaufgabe des Dechants ist die Förderung und Koordinierung der gemeinsamen pastoralen Tätigkeit im Dekanat.
(Quelle: Wikipedia)

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Als die Kirche begann, sich auszubreiten, als Pfarren entstanden und die Bischöfe bald nicht mehr alle ihre Pfarrer im Blick haben konnten, zogen sie eine Zwischenstufe ein: das Dekanat, das aus mehreren (ungefähr zehn – lateinisch: decem = zehn) Pfarren besteht. Ihm steht der Dechant vor, der vor allem die Aufgabe hat, auf seine Mitbrüder zu schauen.
Das Kirchenrecht listet auf: Der Dechant muss schauen, dass in den Pfarren die Liturgie wie vorgeschrieben gefeiert wird, dass die Priester einen guten Lebenswandel haben und ihren Dienst ordentlich verrichten. Er muss ihnen aber auch beistehen, wenn sie Hilfe brauchen oder krank sind. Und er soll die Seelsorge im Dekanat koordinieren.
Der Bischof ist frei, wen er zum Dechant bestimmt. Es muss aber ein Priester sein, der im Dekanat eine Aufgabe hat. In der Erzdiözese Wien macht die Dekanatsversammlung (alle Priester und Diakone des Dekanats plus Laienvertreter) dem Bischof einen Ernennungsvorschlag, dem er meist folgt, aber an den er nicht gebunden ist. Im Dekanat 1 , der Wiener Innenstadt, ist es Tradition, dass der jeweilige Dompfarrer zu St. Stephan zum Dechant ernannt wird.
In unserer Diözese teilen sich die 656 Pfarren auf 54 Dekanate auf. Die Dechanten und ihre Stellvertreter werden auf fünf Jahre ernannt und können wiederernannt werden. Ihre Amtszeit endet spätestens, wenn sie 75 Jahre alt werden.

Quelle:
https://www.erzdioezese-wien.at/site/nachrichtenmagazin/magazin/kleineskirchenlexikon/article/41189.html